30 Tage Zentralasien. Fast.

vom 30. Juni 2009

22. Tag: Novosibirsk, Hauptstadt Sibiriens

Geschrieben von Sascha in Kasachstan, Russland

Rungs! Die Zugbegleiterin reißt die Tür auf, holt uns aus den schönsten Träumen und gibt zu verstehen, dass wir in einer Stunde den Bahnhof erreichen. Außerdem würde die Toilette eine halbe Stunde vor Ankunft geschlossen werden. Diese ist übrigens noch in unglaublich gutem Zustand, mal rein hygienisch betrachtet. Kein Urinsee auf dem Fußboden, keine vollgepisste Klobrille, kein beißender Geruch. So gehört sich das, und es zeigt sich, dass gegenseitige Rücksichtnahme erfolgreich praktiziert werden kann.

Fein, wir sind da. Rücksäcke schnappen, raus aus dem Zug, orientieren. Der Bahnhof ist schon recht groß. Wir eiern in morgendlicher Benommenheit ziemlich verpeilt durch das Gebäude auf der Suche nach einer Toilette und einer Gelegenheit, sich ein Wenig frisch zu machen. Auf dem überfüllten Bahnhofsklo gibt es Waschbecken, immerhin. Wir schauen aber weiter und finden doch tatsächlich eine Duschgelegenheit. Es gibt dort eine „Gastiniza“ für Touristen, also eine Art Hotel auf russisch, gleich im Obergeschoss des Bahnhofs. Man hat sich dort offensichtlich auf das Bedürfnis von Zugreisenden eingestellt, nicht 4 oder 5 Tage lang ohne Dusche auskommen zu wollen. Für umgerechnet drei Euro pro Abenteurer können wir ausgiebig die gepflegte Nasszelle genießen, frische Handtücher gibt es auch dazu. Eine Wohltat!

So erfrischt geht es nun auf Erkundungstour. Da der Tag gerade erst beginnt, sehen wir die Stadt erwachen. Das ist toll anzuschauen, und so langsam sagt auch der Magen „Guten Morgen“. Das Interesse gilt also vorerst dem Finden von Futter. Vom ewigen Brot haben wir langsam die Nase voll und peilen ein Plätzchen an, das auf ein vernünftiges Frühstück hoffen lässt. Fündig werden wir irgendwo in der City. Ab in den Keller eines Hauses in der Ladenstraße, wo sich eine hübsche Lounge befindet. OK, sicher Geschmackssache. Barbie jedenfalls würde sich wohlfühlen in dem Ambiente aus pinkfarbenem und gelbem Licht, Ledersitzmöbeln, Flachbildfernseher an den Wänden und den Klängen aktueller russischer Chartbreaker. Das bestellte Frühstück fällt etwas sparsam aus, sodass noch ein großes Stück Kuchen fällig wird. Spontan beschließen wir, die hübsche und gut Englisch sprechende Bedienung zu heiraten und in Novosibirsk sesshaft zu werden. Deshalb wollen wir auch gleich mehr von unserer zukünftigen Heimatstadt kennen lernen und lassen uns von Ekatherina (Name wie immer frei erfunden und völliger Blödsinn) auf unserer neu erworbenen Stadtkarte ein paar Sehenswürdigkeiten zeigen. Aus der Hochzeit ist dann doch nichts geworden, da wir uns nicht einigen konnten, wer von uns der Glückliche sein darf. Die auf der Karte eingetragenen Ziele steuern wir trotzdem an. Darunter befinden sich eine recht sinnfreie Militärausstellung in einem Park und ein Springbrunnen vor der Unibibliothek, der so ganz und gar nicht springen mag.

Novosibirsk ist an sich ein tristes, graues Kaff. Die sibirische Hauptstadt bietet absolut nichts, was einen längeren Aufenthalt rechtfertigen würde, mal von Ekatherina abgesehen. Zum Mittag nehmen wir Platz in einem beliebigen Restaurant, denn wer weiß schon, wo man hier am besten speist. Zu unserer Überraschung wartet im Lokal unserer Wahl eine angenehme deutschsprachige Bedienung. Auch das Essen, was hier möglicherweise grad zur Nebensache degradiert wird, ist vorzüglich. Gestärkt geht es auf die Straßen zurück. Irgendwo in Bahnhofsnähe findet sich ein freies WLAN für die süchtigen Touris. Klar, ein unverschlüsselter Router einer Privatwohnung ist das, und zu dessen Nutzung bleiben wir mitten im städtischen Rummel stehen und surfen. Wie blöd.

Um auf der anstehenden Fahrt mit der Transsib nicht zu verhungern, kaufen wir noch reichlich Lebensmittel ein. Es muss lustig ausgesehen haben, als wir am Zug ankamen. Jedenfalls bekommt die eine Zugbegleiterin einen Lachanfall und kann nur mit Mühe und Tränchen in den Augen unsere Tickets abreißen. Sind vier volle Tüten pro Person etwa zuviel? Rein kommen wir trotzdem und werden vom Personal etwas knurrig empfangen. Auch die Platzwahl in der Kabine hat sich schnell erledigt, denn zu wählen gab es nichts, es wurde zugewiesen. Drei Leute waren wir im Viererabteil, eine Berührung des frei gebliebenen Bettes wurde mit einem Donnerwetter einer Zugbegleiterin quittiert. Da Gewitter toll ist, geben wir uns den Spaß öfter mal, hihi.

Der Wagen ist praktisch baugleich mit dem letzten, in dem wir gefahren sind. Nur die Ausstattung ist anders. Bessere Materialien, eine um wenige Zentimeter modifizierte Geometrie für mehr Beinfreiheit auf der Liegefläche, schicke Gardinen und Pflänzchen an den Fenstern – niedlich. Nach Abfahrt ist auch zu spüren, dass die Dämmung weitaus besser ist, denn vom Poltern der Räder auf den Schienen dringen sowohl Vibrationen als auch Geräusche nur sparsam in den Innenraum. Und welch Überraschung erwartet uns: Wir sind offensichtlich im Besitz eines hochklassigen Tickets mit Verpflegung. Aber schön, dass wir nochmal ordentlich einkaufen waren. Das gereichte Wasser schmeckt allerdings wie Spülmittel, sodass wir dann doch lieber auf eigene Reserven zurückgreifen. Die Bediensteten des Speisewagens reichen einmal täglich eine warme Mahlzeit. Sie sind jung und hübsch, tragen breite Gürtel, die wohl Röcke darstellen sollen, sind aber zickig, unhöflich und praktisch zu nichts zu gebrauchen.

Es geht ruhig zu im Wagen. Keine Action, kein Lärm, eigentlich kein gar nichts. Nennen wir es einfacherweise todlangweilig! Und ein klitzekleines Bisschen spießig obendrein. Die Dame im Abteil, Mutter eines Offiziers, ist misstrauisch uns gegenüber, wir werden nicht warm mit ihr. In Anbetracht der Situation, dass sie allein ist und wir zu zweit, sollte der unangenehmere Part aber bei ihr liegen. So, Zeit für ein Bier!

vom 29. Juni 2009

21. Tag: Russland im Fokus

Geschrieben von Sascha in Kasachstan

Überraschung: Wir erwachen. Vermutlich haben wir also vorher geschlafen, und das ist ein echter Fortschritt. Die Nacht war wirklich sehr angenehm und geruhsam, sodass wir wieder durchstarten können in den Tag. Es stellt sich zwar die Frage, wofür wir die getankte Energie brauchen, denn wir haben noch rund 20 Stunden Zugfaht vor uns. Aber die Laune passt, es gibt reichlich heißes Wasser für den Tee, und sogar Bier ist noch da. Was soll einen da aus der Bahn (oder den Gleisen) werfen?

Nun, so eine tagelange Zugfahrt ist bedingt spannend. Wir haben aber größtenteils ganz vernünftiges Wetter, ein Blick aus dem Fenster lohnt allemal. Denn es bestätigt sich, dass die Steppe so langsam verschwindet und die Umgebung ergrünt. Aus trockenem Gras werden saftige Wiesen, auch Bäume gibt’s auf einmal wieder. Wir passieren in diesen Stunden den Balchaschsee und steuern geradewegs auf das ehemalige Atomwaffentestgebiet um Semipalatinsk zu. Ich kann persönlich nicht behaupten, dass mir das in irgendeiner Form Sorgen bereitet. Als echter Erzgebirger gehört eine ordentliche Portion radioaktive Strahlung genauso zum Alltag wie das Ei zur Henne, der Deckel zum Topf oder das Crack zu Amy Winehouse.

Am Nachmittag passieren wir die Grenze zu Russland. Angenehm, dass wir im Zug sitzen bleiben dürfen. Weniger angenehm, dass etwa 10 unterschiedliche Grenzer ihre Nase in unser Abteil halten, darunter auch Hunde. Ach ja, die Anzahl gilt jeweils für Kasachen und Russen. Das Tolle: Selbst wenn man noch nie eine russische Zöllnerin gesehen hat, wird man sie sofort als eine solche erkennen können. Groß, stämmig, aufgebrezelt, burschikos – irgendwie Klischee und irgendwie voll ins Schwarze. Das ganze Prozedere dauert so um die zwei Stunden, die Einreise nach Russland gelingt aber schmerzfrei. Das möchte ich auch gehofft haben, nachdem es praktisch ein Unding war, ohne Kopfstände ein Visum dahin zu bekommen.

Na dann, auf in die letzte Nacht in diesem Zug. In aller Frühe werden wir Novosibirsk erreichen. Ich bin gespannt!

vom 28. Juni 2009

20. Tag: Locomotive Breath

Geschrieben von Sascha in Kasachstan

Heute ist Abreisetag. Raus aus Almaty, auf zu neuen Ufern. Das heißt dann auch: Es geht für OW und mich hinaus in die Weiten des Ostens ohne Sprachunterstützung in Form unseres Dolmetschers Thomas. Ach, was soll’s! Hände und Füße sind noch dran, also steht der Kommunikation praktisch nichts im Wege. Zunächst aber haben wir mal wieder unseren üblichen Stress mit der Zeit, denn ausnahmsweise spielt die heute eine Rolle. Wir schlafen lang und müssen noch frühstücken, duschen, packen, einkaufen, zum Bahnhof fahren. Reicht das, um 2 Stunden zu füllen?

Keine Minute haben wir verschenkt, als wir endlich im Taxi sitzen. Zum Bahnhof Almaty I ist es recht weit, und doch verläuft alles gut, wir kommen pünktlich an. Überpünktlich, wie sich alsbald herausstellt. Denn die angepeilte Abfahrtszeit haben wir vom falschen Ticket entnommen. Zu blöd! Hätte auch nach hinten losgehen können, wenn man genauer darüber nachdenkt. So sitzen wir jetzt erstmal entspannte 2 Stunden in der Wartezone des Bahnhofs. Doch welch Wunder: Wir haben freies WLAN! So vergeht die Warterei wie im Flug.

Die Pfeife vom Schaffner ertönt, es geht los im Wagen vom „Waggonbau Görlitz“. Der Zug soll uns nun in etwas mehr als 30 Stunden nach Novosibirsk bringen. Das dürfte interessant werden, da es schnurstracks gen Norden geht. Landschaftlich sollte da einige Bewegung im Spiel sein. In der 4er-Kabine haben wir noch einen älteren Herrn aus Russland, er ist recht verschlossen, in seiner Art leicht unterkühlt. Das ganze Gegenteil ist die ebenfalls im Abteil untergebrachte Kinderärztin aus Kasachstan. Wir plaudern ganz nett. Die besagten Hände und Füße sind dabei Sprechorgan Nummer 1, aber auch OWs fettes Wörterbuch erweist sich als hilfreich. Die Konstruktion eines Satzes dauert dann zwar etwa 10 Minuten, aber mit Rauchzeichen ging’s früher auch nicht schneller. Ja, schwacher Trost, ich weiß.

Aus dem Nebenabteil lernen wir schnell Anton kennen, einen jungen Russen aus der Stadt Tomsk. Ein cooler Typ mit gutem Englisch, der zudem verdächtig nahe an unserem Bierkonsum rangiert. Es versteht sich von selbst, dass er dennoch hinter uns zurückbleibt. Außerdem haben wir eindeutig den besseren Bierkühler (das feuchte Tuch um die Flasche, das alles am Kleiderhaken befestigt), der sich bereits auf der ersten Zugfahrt bewährt hat. Um die Reserven regelmäßig aufzufüllen und dazu noch ein paar Magenfüller zu ergattern, nutzen wir die längeren Stopps. Man findet dann auf den Bahnsteigen allerhand provisorische Verkaufsstände, an denen vornehmlich ältere Mütterchen allerhand Zeugs verkaufen. Das Sortiment reicht dabei von den üblichen Alkoholika über Rauchwaren bis hin zu selbst gemachten Leckereien. Letztere sind beinahe unverzichtbar auf einer solchen langen Fahrt, deswegen schlagen wir kräftig zu!

Im baugleichen Zug von Almaty nach Shimkent war die Nacht reichlich schlecht. Mal schauen, wie sich die Sache heute gestaltet. N8i!

vom 27. Juni 2009

19. Tag: Nochmal rein ins Getümmel

Geschrieben von Sascha in Kasachstan

Sieht so aus, als hätten wir von unserer Reise nicht nur Staub und Blasen an den Füßen mitgebracht, sondern auch ein gehöriges Schlafdefizit. Einen ersten Schritt zu dessen Ausgleich tun wir an diesem Morgen. Ausschlafen ist angesagt! Wenn nur die drückende Hitze nicht wäre. Wir erwachen schweißgebadet und weitaus früher als zur mit planloser Genauigkeit festgelegten Zeit, was definitiv zu früh ist. Die im Minutentakt aufheulenden Alarmanlagen der Autos von nebenan tun ihr übriges zum Unbehagen am Morgen. Kirgisistan war doch wunderschön.

Auf geht’s, Frühstück fassen und raus aus dem Gemäuer. OW und ich gehen zum grünen Basar. Unterwegs treffen wir unseren anderen Thomas und Lena (ja, noch eine Lena, die Namensvielfalt ist beeindruckend), eine weitere deutschsprachige Studentin der DKU. Spontan beschließen wir, im Segafredo zum Mittag zu essen. Ein weiterer Bekannter der zwei stößt alsbald hinzu. Das Ambiente verstreut durchaus europäisches Flair. Die Preise auch. Danach nächster Anlauf zum grünen Basar. Ein paar Souvenirs möchten wir gern noch haben, und vielleicht findet sich dort endlich das begehrte „I love KZ“-Shirt. Fehlanzeige. Drei Millionen T-Shirts (Dunkelziffer unberücksichtigt), und das Objekt der Begierde ist trotzdem nicht dabei. Auch ein anderes vernünftiges Shirt findet sich nicht, und so gehen wir weiter zu einem echten Shoppingtempel, der neben dem üblichen Schrott sogar ein relativ großes Quantum an qualitativ hochwertiger Ware im Angebot hat. Und endlich finden wir ein paar Fetzen Stoff, die auch nach dem ersten Waschen noch über die testosterongeschwängerte Brust passen. Masha, eine ehemalige Austauschstudentin aus Mittweida, hat uns freundlicherweise assistiert bei der ausgedehnten Anprobe (soll heißen, sie hat mit dezenter Ungeduld dafür gesorgt, dass wir unter 2 Stunden wieder raus waren aus der Mall).

Unser Gastgeber Thomas hat uns (d.h. OW, Lena mit Mama und mich) für den Abend zu einem guten Chinesen eingeladen, um seinen Geburtstag nachträglich gebührend zu begehen. Wir reisen mit dem Bus an und bringen großen Appetit mit. Keine Frage, Laghman ist toll, aber nach 3 Wochen ist eine Abwechslung wirklich sehr willkommen. Wow, ein geiler Palast, in den wir da mit unseren Outdoorhosen reinschweben. So richtig edel, hell, weitläufig, schick. Wir nehmen Platz, und schon sollte das Schauspiel seinen Lauf nehmen. Ohne ins Detail zu gehen, aber das bemühte Personal macht im gesamten Ablauf fast alles falsch, was man falsch machen kann. Den Griff zur Bakterienschleuder Klimaanlage quittieren wir mürrisch und lautstark (wir übertönen sogar die unglaublich laute Musik, die live from Tape den Saal beschallt) – schwupps, war das Ding wieder aus. Problem an der Sache: OW und ich haben uns ein wenig in Rage geredet und die Sache beinahe eskalieren lassen. Und auch wenn’s in keiner Weise gegen den Gastgeber geht, so war das dennoch falsch und unhöflich. Sorry! Das Essen hat dann zum Glück alle Gemüter wieder besänftigt, denn trotz Fehlorganisation war das kulinarische Erlebnis einwandfrei, geradezu vorzüglich! Und so verbringen wir den letzten Abend in Almaty in wunderbarem Ambiente – und vor allem mit tollen Menschen.

vom 26. Juni 2009

18. Tag: Rückweg nach Almaty

Geschrieben von Sascha in Kasachstan, Kirgisistan

Guten Morgen, Kirgisistan! So schön es in dir auch ist, wir müssen dich heute leider verlassen. Das ist bedauerlich, aber alle wehmütigen Gedanken werden erstmal verdrängt, denn es gibt etwas zu feiern: Thomas begeht heute seinen 28. Geburtstag! Nachdem wir uns salonfähig gemacht hatten – Outdoorhose und zu diesem Anlass mal ein frisches T-Shirt angezogen – versammeln wir uns im Gruselwohnzimmer, in dem Alice und Thomas genächtigt hatten, dort, wo das alte verstimmte Piano steht. Unser Multitalent Alice haut wie zuvor abgesprochen in die Tasten und spielt aus der Kalten ein fulminantes „Happy Birthday To You“. Dass wir es hier nicht mit einem wohltemperierten Klavier zu tun haben, fällt kaum auf, denn unser Gesang zieht alles, was bereits schräg ist, noch ein paar Grad weiter runter. Macht aber nix, denn schließlich zählt die Geste.

Alsbald stellt sich die interessante Frage nach dem Heimweg. Es gibt eine Abkürzung, die uns relativ geradlinig zur Grenze bringen würde. Problem: Keiner weiß so recht, ob der Grenzübergang geöffnet hat. Zudem sind die Verkehrswege dahin weit weniger gut ausgebaut als in Richtung Bishkek, was sich dramatisch auf die Anreisezeit zur Grenze auswirken könnte. Wir entscheiden uns ausnahmsweise für die sichere Variante und fahren zurück nach Bishkek. Schließlich haben wir in Kürze eine Zugfahrt anzutreten. In Karakol finden wir am Stadtrand problemlos ein Marschrutka, das uns bequem zur Zwischenstation bringt. In Bishkek steigen wir um.

Meine Fresse, ist das wieder heiß hier! Am Lake Issyk-Kul hatten wir uns so richtig an das Klima mit Temperaturen um die 25 Grad gewöhnt, aber nun sind wir zurück in der Backröhre, zum Glück mit Umluft. Im Kleinbus sind nur noch wenige Plätze frei, wir müssen uns aufteilen. Das ist immer recht interessant, da man auf die Art in Kontakt mit der einheimischen Bevölkerung kommt, ob man nun will oder nicht. Neben mir nimmt eine junge Kirgisin Platz. Aika heißt sie. Das hatte ich auf Nachfrage erfahren, nachdem sie innerhalb von 2 Minuten meinen Namen, meine Sprachkenntnisse und meine Telefonnummer kannte. Letztere nützt ihr natürlich nicht viel, denn es handelt sich um eine kasachische Sim-Karte ohne größere Roaming-Freischaltungen. Auf ihrem Mobiltelefon hat sie einige Bilder von sich, die sie stolz präsentiert. Warum nur? Ich sehe sie doch live vor mir! Aber damit nicht genug. Den Beziehungsstatus erfragt sie trotz holprigem Englisch recht schnell. Schon schmeichelhaft, wenn man kurz die Tatsache ausblendet, dass der größte Sex Appeal hier wohl weniger von mir selbst als von meinem deutschen Pass ausgeht. Seit dieser Zeit bin ich übrigens verheiratet, seit zwei Jahren inzwischen. Schade für Aika, macht ja aber nichts, denn es gibt bekanntlich noch mehr Deutsche in diesem Auto. OW ist dran, höhö. Ich erzähle ihr, dass er verheiratet ist und einen Sohn hat (für Insider: Den hat er auch, und der ist allgemein bekannt als Pavel). Gut, kein Problem, Thomas ist auch noch da. Wir hätten ihm Aika wirklich gegönnt, gerade zu seinem Ehrentag. Aber bei der Ansage, er sei vergeben, muss ich nicht mal (not)lügen. OK, wäre das also vom Tisch. Der Rest der Fahrt zwischen Aika und einem schnarchenden Walross ist trotzdem ganz witzig und eine willkommene Abwechslung.

Die Fahrt dauert mit unserem unterkühlt lenkenden Piloten recht lang, geht aber inklusive Grenzübergang problemlos über die Bühne. Interessant ist unsere Rückkehr aber schon: Wir treten anders auf, selbstbewusst und mit einem gewissen Selbstverständnis. Den Einkauf für den Abend erledigen OW und ich allein, unseren Dolmetscher lassen wir gleich daheim. Eigentlich nichts ungewöhnliches, in den ersten Tagen in Zentralasien wäre es trotzdem kaum denkbar gewesen.

vom 16. Juni 2009

8. Tag: Stellungswechsel! Muss ja auch Spaß machen.

Geschrieben von Sascha in Kasachstan, Usbekistan

Nein, man kann kaum behaupten, dass wir bisher auf der Stelle getreten sind. Und trotzdem gilt es an diesem Tag, einen Ortswechsel im größeren Stil vorzunehmen.

Von unserem Lager in Shimkent geht es mit einem 28 Jahre alten Audi 100 – das ist tatsächlich ein Taxi – zur usbekischen Grenze. Die Karre stinkt nach Benzin, dass es für Junkies ein reiner Hochgenuss wäre. Für uns nur bedingt, aber die Kiste fährt, und das ist wichtig. Über die Richtung wird aber noch zu diskutieren sein.

Dummerweise gibt es Grenzen, da kommt man als Europäer einfach nicht drüber. Wir haben daher vorab mit dem Taxifahrer ausgehandelt, dass er uns zur internationalen Grenze bringt. Hat er wohl falsch verstanden. Dem armen Kerl will ich keine Absicht unterstellen *hust*. Natürlich lässt er uns an irgendeiner nationalen Station raus, an der wir zuerst in Wechselstuben geschleppt und beschissen werden. Auf einmal gibt es heftige Diskussionen mit dem Fahrer, ein paar weitere Kollegen haben sich inzwischen hinzugesellt. Thomas regelt das allein – knallhart und wie ein Weltmeister – Hut ab! Wir müssen aber tatsächlich nochmal weiterfahren, allerdings mit einem anderen Fahrzeug.

An der Grenze verläuft alles recht unproblematisch. Thomas hatte da andere Erfahrungen, aber nach kleineren Schikanen haben wir immerhin binnen 1 Stunde den frisch sanierten Grenzübergang passiert. Auf der anderen Seite erwartet uns ein kleines armes Dorf, Eselgespanne und andere tolle Errungenschaften Usbekistans wohin man sah. Sofort will uns jeder eine Taxifahrt aufschwatzen. Die Konditionen sind erwartungsgemäß schlecht, aber nach einigen hundert Metern entscheiden wir uns für eine Fuhre nach Tashkent, der usbekischen Hauptstadt. Ich weiß nicht, ob der junge Fahrer schon einen Führerschein hat, aber seinen Job macht er gut.

Angekommen in Tashkent suchen wir uns das nächste Marschrutka, denn übernachten in der Hauptstadt passt so ganz und gar nicht in den Zeitplan. Ok, es wurde das übernächste, denn im erstbesten Fahrzeug wollten die doch glatt meinen Rucksack aufs Dach schnallen, weil der nicht vorhandene Kofferraum schon voll war. Auch mangels Sprachkenntnissen konnte ich wohl meinen Unmut über diese Idee schnell, klar und deutlich zu verstehen geben. Und so geht es am späten Nachmittag noch nach Samarkand. Dort angekommen will man uns in ein Hotel lotsen – da hatte der Taxifahrer wohl einen kleinen Deal mit dem Hotelier laufen. Thomas kennt zum Glück eine nette Absteige, in die wir trotz misstrauischem Empfang übernachten können. Ein wenig schmuddelig mutet es an, aber die Nacht ist letztlich erholsam, und wir können mit neuer Energie in den nächsten Tag starten.

vom 15. Juni 2009

7. Tag: Turkistan

Geschrieben von Sascha in Kasachstan

Nach einer unruhigen Nacht im Zug erreichen wir Shimkent. Scheiß kurze Betten! Die Stadt soll nur Zwischenstation für uns sein. Schnell ins Hotel am Busbahnhof eingecheckt, und ab geht’s mit dem Marschrutka nach Turkistan. Marschrutki sind eine tolle Erfindung. Der Name kommt wohl aus dem deutschen Sprachraum und bedeutet so viel wie „Richtungstaxi“. Meist sind das Kleinbusse im Format eines Mercedes Sprinter, die im Gegensatz zu regulären Taxis einer festgelegten Richtung folgen.

Unter Moslems ist Turkistan etwas ganz besonderes. Man sagt: Wer im Leben 3x in Turkistan war, kann sich die Pilgerfahrt nach Mekka kneifen. Das kümmert mich grad wenig, aber für Thomas ist es tatsächlich der dritte Besuch hier. Einen goldenen Koran können wir ihm leider nicht überreichen, aber wir sind unglaublich stolz auf ihn.

In Turkistan gibt es nicht wirklich viel. Hauptattraktion ist ein Areal, welches eine Moschee sowie diverse kleinere Nebengebäude ziert. Auf dem kurzen Fußweg dahin treffen wir ein junges Pärchen, das noch eine weitere Sehenswürdigkeit zu kennen scheint. Jedenfalls halten sie es für eine gute Idee, sich mit uns ein Taxi dahin zu teilen. Abgemacht! Treffpunkt wenige Stunden später. Mal schauen, was die vorhaben.

Nach Besichtigung der tollen Moschee suchen wir uns in der Mittagshitze ein schattiges Plätzchen, wo es optimalerweise auch noch etwas zu essen und kühles Bier gibt: Ein kleines Restaurant. Am Nebentisch bemerkt man schnell die Anwesenheit von Europäern. Überhaupt sind wir fortan außerhalb der kosmopolitischen Metropole Almaty die Hauptattraktion schlechthin. Ich mache noch einen Scherz, nach dem Motto: Die würden wir doch locker unter den Tisch trinken. Keine 5 Minuten später reichen die Herren ein Glas Wodka rüber. Thomas lehnt ab (Kameradenschwein!), der Nächste in der Runde bin ich. Die eingefüllte Menge wird in unseren Längengraden gern als Mineralwasser serviert, an der Stelle wurde wohl Kohlensäure gegen Alkohol getauscht. Optisch kein Unterschied, also: Da musst du jetzt durch, Sascha! Anschließend gibt’s noch die obligatorische Fotosession, die nicht ohne weitere „Kurze“ abgeht. Bei 40 Grad im Schatten stellen sich bisweilen recht schnell diverse Ausfallerscheinungen ein, aber Thomas holt uns zum Glück schnell raus aus der Wodkafalle. Mit gefühlten 4 Atü auf’m Kessel geht es zum Treffpunkt mit dem Pärchen.

Unser Taxi ist ein alter Lada, ein 1600er, von denen erstaunlich viele Exemplare noch in Betrieb sind. Auffällig: Bei dem teilweise harten Gelände und den schlechten Straßen hatte jedes Auto eine gerissene Frontscheibe – außer den Ladas. OW erklärt mir, dass die Scheibe in Gummi eingefasst und nicht geklebt sei. Wieder etwas gelernt. Und so geht es zu sechst (!) in einer guten Autostunde irgendwo in die Pampa an eine muslimische Gebetsstätte. Wir nehmen am Ritual teil, jedenfalls körperlich. Der Kopfschmerz ist omnipräsent, aber der kühle tempelähnliche Bau erweist sich als angenehm. Anschließend halten wir noch an einer weiteren heiligen Stätte an, wo jeder Beteiligte einen Eimer aus einem Brunnen zieht, der im Idealfall mit Wasser gefüllt ist. Das soll Glück bringen und aussagen, dass der Betroffene ein guter Mensch ist. Die üblichen blasphemischen Bemerkungen spare ich mir an dieser Stelle. Es geht dann im unkaputtbaren Lada zurück. Der ausgehandelte Preis ist auf einmal nicht mehr ausreichend, aber so wirklich neu ist dieser Fall leider nicht. Im nächsten verfügbaren Marschrutka geht die Reise zurück nach Shimkent, wo wir nach einem kleinen Rundgang auf dem belebten Busbahnhof todmüde ins Bett fallen.

vom 14. Juni 2009

6. Tag: Let the show begin!

Geschrieben von Sascha in Kasachstan

Heute ist Abreisetag. Bye bye, Almaty. Am Nachmittag soll der Zug nach Shimkent gehen. Vorher wollen wir aber noch Baracholka sehen, quasi eine Einkaufsstadt in der Stadt. Ein paar Socken brauchen wir schließlich auch noch. Der Weg dorthin ist schon der Knaller. Eine Busfahrt, die ist lustig – oder eben auch nicht, denn sie ist laut, eng und lang. Aber macht nichts, wir kommen heil an. Der Einkauf ist unspektakulär. Es gibt praktisch alles, sogar „Diesel“-Hosen mit eingenähtem „Big Star“-Schild. Eine Rarität! Eine Kleinigkeit vermisse ich dennoch: Auf der Hinfahrt trug der Konduktor des Busses (das ist der Typ, der das Geld von den Fahrgästen kassiert) ein T-Shirt mit dem unglaublichen Aufdruck „I love KZ“. Versteht sich von selbst, dass sein Heimatland gemeint war, aber in Deutschland würde das Tragen einer solchen Edelklamotte von recht hohem Selbstbewusstsein zeugen.

Der Rückweg zur Wohnung ist schwierig. Taxis sind teuer, die Straße vor dem Markt verstopft. Und wir haben dummerweise etwas Zeitdruck. Wir schaffen es schlussendlich natürlich, wiedermal ’ne Punktlandung. Sachen packen, Geld holen (dank Abhebelimit des Automaten in 12 Etappen!) und ab mit dem Taxi zum Bahnhof. Bier holen, rein in den Zug, Plempe auf! Mit der netten kasachischen Richterin in unserem Abteil kommen wir schnell ins Gespräch (wenn man das so nennen darf), dann geht die Fahrt in die Nacht hinein.

vom 13. Juni 2009

5. Tag: Endspurt im Behördensumpf

Geschrieben von Sascha in Kasachstan

Lieber Leser, du bist bei Tag 5 angelangt, und an dieser Stelle muss eine Warnung erfolgen: Dieser Tag ist intensiv, laut, rastlos, Stress! Wenn du über Reiseabenteuer lesen möchtest, überspringe den Eintrag am besten.

Die Weiterreise steht unmittelbar bevor, die Planung dafür ist weitestgehend abgeschlossen. Fast. Also um genau zu sein, gibt es 3 Varianten, deren Wahl ausschließlich von der Verfügbarkeit der benötigten Papiere abhängt. Deswegen geht’s bereits früh am morgen los, um den unliebsamen Behördenkrempel zügig abzuwickeln.

Erster und wichtigster Anlaufpunkt: die usbekische Botschaft. Jetzt ruhen alle Hoffnungen darauf, dass die Visa-Anträge bearbeitet sind. Bei Ankunft wartet eine riesige Traube Menschen davor. Was die wollen, weiß ich nicht, aber es geht nicht direkt um Visa, denn das Konsulat hat geschlossen. Mist! Erst am Nachmittag gibt es für uns eine weitere Chance. Es greift Plan B – ab zur kirgisischen Botschaft. Die haben wir auch schnell gefunden, so nach 2 Stunden und 3 Anläufen. Jeder Stadtbewohner wusste genau, wo sich das Haus befand, blöderweise waren alle Adressen falsch. Nicht so leicht eben, wenn kein Stadtplan aktuell, kein Straßenname mehr wie im Jahr zuvor ist. Aber unsere Mühe sollte belohnt werden, denn wir erreichen das Objekt der Begierde doch noch… und müssen draußen bleiben! Geschlossen. Ruhetag. Verdammt!

Es bleibt Plan C, der am Ende einen klitzekleinen Umweg über China nicht ausschließt. Aber erst einmal rücken wir wieder in die Alma Travel Agency ein, um einen Trip fürs anstehende Wochenende zu reservieren. Unsere schnucklige „Agentin“ ist so langsam aber sicher fix und alle, denn ihre neuen Stammgäste stressen sie und ihre Englischkenntnisse gewaltig. Höhö! Die Ärmste. Aber sie lächelt noch. Noch! 😉 Wenige Stunden später: zweiter Anlauf in der usbekischen Botschaft. Noch größerer Andrang als am Vormittag, spitze! Thomas, unser furchtloser Kommunikationsexperte, kommt mit einer Frau ins Gespräch, die im Kundenauftrag unterwegs ist zur Besorgung von Visa. Die weiß, wie der Hase läuft, und irgendwie bekommt Thomas es hin, sie zu überreden, gleich unsere Visa mitzubringen. Können wir tatsächlich zu Plan A zurückkehren und das Wochenende Kurs auf Usbekistan nehmen? YES, we can!

OK, zurück zur Travel Agency, Wochenend-Trip canceln und Flug Tashkent-Bishkek buchen, denn das wird später unser Tor nach Kirgisistan sein. Ab zum Bahn-Ticketbüro. Die üppige Dame, die unsere mangelnden Russischkenntnisse durch inkrementelle Dezibelwerte zu kompensieren versucht, hat – vorsichtig formuliert – nicht das beste Verhältnis zur Rechentechnik. Ein Schelm, der böses dabei denkt. Aber auch mit zwischenzeitlich 3 Dolmetschern gelingt es ihr nicht, unsere Passnummern einzutippen. Naja, das sind eben auch keine kyrillischen Buchstaben. Eine Herausforderung! 1 Stunde später gelingt das der jungen Dame am Bahnhof binnen 3 Minuten. Was hat die wohl jetzt anders gemacht? Zauberei!

Damit sind endlich alle lästigen Wege und Umwege erledigt. An der Stelle sei das tolle Taxi-System in Almaty erwähnt: Es gibt offizielle Taxis, ja. Das sind überschaubar viele. An sich ist aber jedes Auto gleichzeitig Taxi. Arm raus, kurz verhandeln, ab geht die Fuhre. Für umgerechnet etwa 2 Euro kommt man quer durch die Stadt, und das sogar recht schnell!

Den Abend lassen wir in einer Kneipe ausklingen, in die wir nur anfangs schwer reinkamen. Zugegeben, mit Outdoor-Klamotten ist man nicht unbedingt für jedes Etablissement optimal gekleidet, jedoch war der Anblick von 3 großen Deutschen mit Aussicht auf vernünftigen Umsatz beim Bier verbunden – eine durchaus gerechtfertigte Sichtweise. Unser Ruf eilt uns eben voraus, und das ist auch gut so!

Wer übrigens meint, die Bilder für diesen Tag passen nicht so recht zum beschriebenen Geschehen, dem muss man beipflichten. Es war zum Glück zwischendrin immer mal noch eine Minute Zeit zum Verschnaufen und Fotos schießen.

vom 12. Juni 2009

4. Tag: Raus!

Geschrieben von Sascha in Kasachstan

Die ersten Tage in Almaty haben geschlaucht. Der Lärm, die Abgase, von lästiger Sprachbarriere redet noch gar keiner. Heute geht es zum Wasserfall in der Nähe von Almaty. Hab ich gedacht. In freundlicher Kooperation mit unserem Kasachstan-Reiseführer von der deutschen Dagmar Schreiber (wir nannten das Büchlein liebevoll „Dagi“) schießen wir voll am Ziel vorbei. In einer wenig vertrauenserweckenden Hinterhofgegend im Süden von Almaty kann uns zum Glück ein Einheimischer grob weiterhelfen und erklären, was sich wo befindet. OK, Wasserfall war gestorben, aber wir wussten jetzt immerhin schon die russische Übersetzung für das Ding. Die Alternative lag vor der Nase: Shimbulag, eine Siedlung auf rund 2300 m Höhe, mit Skigebiet dran, wo 2011 die asiatischen Winterspiele ausgetragen werden sollen. Man darf gespannt sein, wie Almaty diesen organisatorischen Akt noch stemmen will, denn so richtig nach Olympia sieht das alles noch nicht aus. Auf dem Weg dorthin passieren wir Medeu, ein bekanntes Eisstadion (wer sich nicht dafür interessiert, der wird es wohl trotzdem nicht kennen).

Wir schaffen es bis zur Schneegrenze, die jenseits von Shimbulag zu finden ist. Dann treten wir den Rückweg an, zu Fuß bis und mit dem Bus ab Shimbulag. Während der Fahrt rennen hier bisweilen Pferde auf der Straße allein rum, aber warum sollte das einen Kasachen aus der Ruhe bringen?!

Zurück in Almaty geht es ins nächste Restaurant zum Schaschlikessen. OK, war dann nich so doll, das geb ich zu. Nur die Bedienung vermochte es, das Niveau der Speisen nochmals zu unterbieten. Wir wählen übrigens aus einer Karte in englischer Sprache. Das nennt man doch mal Touristenfreundlichkeit in einem touristisch soweit kaum erschlossenen Land! Denkste. Das Blöde ist, dass darin nicht nur der Wortlaut, sondern auch die Preise eher westlich orientiert sind. Was soll’s. Der Springbrunnen Marke Eigenbau reißt’s als Highlight fast wieder raus. Ein Gartenschlauch, schnell mal im Kreis verlegt und ein paar Löcher reingestochen, aus denen Wasser kommt, dazu Beleuchtung am Beckenrand ohne die übliche Isolation der elektrischen Leitungen. Spätestens da merkst du: Du bist im Osten!

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